Dicono di me…

Seminario di italiano giuridico “Dal codice dei contratti pubblici alla responsabilità dei magistrati, dalla legge anticorruzione al Jobs Act, passando per il processo civile e penale: le riforme in Italia, AIIC, Associazione Internazionale Interpreti di Conferenza – Austria, Kolpinghaus Wien-Zentral, Vienna, 1/2 aprile 2017 (9.30-18.30 – 9.30-13.30). Articolo di Cinzia Turrini, interprete di conferenza e traduttrice – https://www.turrini-languages.com/it/ –  pubblicato sul VKD Kurier, il bollettino trimestrale dell’Associazione tedesca degli interpreti di conferenza.

 

 

Seminario di italiano giuridico “Dal codice dei contratti pubblici alla responsabilità dei magistrati, dalla legge anticorruzione al Jobs Act, passando per il processo civile e penale: le riforme in Italia, AIIC, Associazione Internazionale Interpreti di Conferenza – Austria, Kolpinghaus Wien-Zentral, Vienna, 1/2 aprile 2017 (9.30-18.30 – 9.30-13.30).

http://aiic.at/page/8019/aiic-osterreich-seminar-zur-sprache-der-politischen-reformen-in-italien/lang/32

AIIC Österreich: Seminar zur Sprache der politischen Reformen in Italien

AIIC-Seminar zur italienischen Rechtssprache am 1. und 2. April 2017 in Wien

Großen Anklang fand das von AIIC Österreich organisierte Fortbildungsseminar zur Sprache der politischen Reformen in Italien, das am ersten Aprilwochenende in Wien stattfand.

Die Seminarleiterin Dr. Maria Cristina Coccoluto, die unter anderem bereits in Brüssel und Straßburg diverse Kurse für EU-DolmetscherInnen gehalten hat, führte die SeminarteilnehmerInnen – darunter auch einige Nicht-AIIC-Mitglieder – auf äußerst kompetente und motivierende Weise durch ein dichtes Programm rund um die weitreichenden politischen und rechtlichen Reformen, die in Italien in den letzten Jahren auf den Weg gebracht wurden.

Photo: (c) AIIC Austria

Bei schönstem Frühlingswetter erfuhren die Anwesenden die wesentlichen Neuerungen in so unterschiedlichen Bereichen wie dem Wahlrecht, der Arbeits- und Sozialgesetzgebung sowie dem Straf- und Zivilrecht.

Die Rückmeldungen der Kolleginnen und Kollegen waren durchwegs positiv. Neben der Themenwahl wurde auch die höchst professionelle und motivierende Präsentation durch die Seminarleiterin hervorgehoben. Auch der Wunsch nach einer Fortsetzung wurde von mehreren geäußert.

In Wien steht aktuell zwar keine Neuauflage an, allerdings plant die AIIC-Region Frankreich bereits ein ähnliches Seminar mit Frau Dr. Coccoluto, die zudem weiterhin für unsere KollegInnen in den EU-Institutionen tätig sein wird.

AIIC Österreich freut sich über die erfolgreiche Abhaltung des Seminars und ist bemüht, unseren Kolleginnen und Kollegen auch in Zukunft interessante Fortbildungsangebote zu unterbreiten.

Einen spannenden Erfahrungsbericht hat Kollegin Cinzia Turrini verfasst, die als Konferenzdolmetscherin und Übersetzerin in Deutschland tätig ist und eigens für das AIIC-Seminar nach Wien gereist ist.

Photo: (c) AIIC Austria

Per i germanofoni, un particolareggiato resoconto di Cinzia Turrini, interprete di conferenza e traduttrice – https://www.turrini-languages.com/it/ – che ha preso parte al Seminario di italiano giuridico “Dal codice dei contratti pubblici alla responsabilità dei magistrati, dalla legge anticorruzione al Jobs Act, passando per il processo civile e penale: le riforme in Italia, AIIC, Associazione Internazionale Interpreti di Conferenza – Austria, Kolpinghaus Wien-Zentral, Vienna, 1/2 aprile 2017 (9.30-18.30 – 9.30-13.30).

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Cinzia Turrini

AIIC-Seminar „Die Sprache der politischen Reformen in Italien“

Anfang April lud die AIIC-Region Österreich zu einem Vertiefungsseminar in Wien ein. Eine begeisterte Teilnehmerin berichtet.

Ein Seminar über die Sprache der Politik und Justiz in Italien, das eigens auf die Bedürfnisse von Dolmetschern und Übersetzern zugeschnitten ist, stand schon lange auf meinem Wunschzettel in Sachen Weiterbildung. Als ich dann über die VKD-Mailingliste erfuhr, dass die AIIC-Region Österreich ein Vertiefungsseminar im interaktiven Format zu diesem Thema plante, war mein erster Gedanke: „Das kann ich mir nicht entgehen lassen!“. Gesagt, getan.

Am 1. und 2. April 2017 war es soweit. Die Anreise aus Köln am Vorabend verlief schnell und unkompliziert. Da das Tagungszentrum, in dem ich auch mein Zimmer gebucht hatte, in unmittelbarer Nähe zum Wiener Naschmarkt liegt, gab es ein schnelles und leckeres Abendessen im Freien. Ausgeschlafen und gut gelaunt begab ich mich dann am Samstagmorgen in den Seminarraum, wo ich persönlich von der Organisatorin und der Dozentin begrüßt wurde und mich freute, unter den anderen Teilnehmern einige bekannte Gesichter wiederzuerkennen.

Der Teilnehmerkreis umfasste zum größten Teil Konferenzdolmetscher, die für internationale Organisationen arbeiten sowie einige Kolleginnen, die wie ich eher für nationale Behörden bzw. auf dem privaten Markt tätig sind, eine Gerichtsdolmetscherin und schließlich eine frisch gebackene Dolmetscherin mit juristischem Hintergrund. Die Dozentin, Frau Maria Cristina Coccoluto, ist studierte Juristin und hat sich neben ihrer Tätigkeit als Journalistin auf den Sprachunterricht für Übersetzer, Dolmetscher und Sprachjuristen spezialisiert, die für EU- und andere internationale Institutionen arbeiten.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde ging es sofort an die Arbeit, denn auf dem Programm der zwei Seminartage standen nicht weniger als die wichtigsten politischen Reformen, die in den letzten Jahren in Italien eingeleitet wurden und teilweise auch noch nicht in Kraft getreten sind. So umfasste die Tagesordnung unter anderem das reformierte Wahlgesetz, das neue Antikorruptionsgesetz, die Arbeitsmarktreform sowie Neuerungen im Zivil- bzw. Strafprozessrecht.

Frau Coccoluto gestaltete das Seminar nicht nur interaktiv, sondern auch multimedial. Statt der üblichen Power-Point-Folien führte sie jedes Thema mit einer Geschichte, einem Video (Interviews, Originalaufnahmen oder Verfilmungen historischer Ereignisse) oder Zeitungsartikel ein. Den Anfang machte dabei Oscar-Preisträger Roberto Benigni mit seiner Lesung vor dem Senat zum 750. Geburtstag von Dante Alighieri im Mai 2015, anhand derer die Dozentin uns die Grundzüge der italienischen Verfassungsordnung erklärte.

Ein kurzer Rückblick auf das Referendum des Jahres 1946, in dem die Italiener – und zum allerersten Mal auch die Italienerinnen – für die Abschaffung der Monarchie und die Einführung der Republik stimmten, und die darauffolgenden Verfassungsverhandlungen lieferte uns den historischen Rahmen, um die wichtigsten politischen Ereignisse in der Geschichte der Republik einordnen zu können. Von De Gasperi, einem der italienischen Gründerväter der heutigen EU, der bereits Anfang der 50er Jahre versuchte, der chronischen politischen Instabilität Italiens entgegenzuwirken, spannte sich der Bogen bis zum gescheiterten Verfassungsreferendum im Dezember 2016, das den damaligen Ministerpräsidenten Matteo Renzi schließlich das Amt kostete.

Die italienische Politik zu verstehen, ist selbst für Italiener kein einfaches Unterfangen. Dank der gut nachvollziehbaren und differenzierten Erklärungen von Frau Coccoluto wurden mir erstmals einige Zusammenhänge klar: Was hatte es mit der von Renzi beabsichtigten Reform des italienischen Senats tatsächlich auf sich? Und warum tragen die Wahlgesetze der letzten Jahre etwas eigenartig klingende Namen (Mattarellum, Porcellum, Italicum)?

Besonders spannend wurde es für mich, als die Dozentin über den Korruptionsskandal „Tangentopoli“ sprach, der 1992 das gesamte politische System erschütterte. Ich erinnere mich noch gut, dass ich damals als Teenager vor den Abendnachrichten rätselte, was wohl ein „avviso di garanzia“ sein mochte. Dazu erklärte uns Frau Coccoluto, dass Journalisten diese Bezeichnung gerne für einen Bescheid über die Einleitung eines Straf- bzw. Ermittlungsverfahrens verwenden, es in der Strafprozessordnung selbst aber „informazione di garanzia“ heißt. Es war für mich ein weiterer Pluspunkt des Seminars, dass auch terminologische Aspekte nicht zu kurz kamen. Darüber hinaus stellte uns Frau Coccoluto zur Vertiefung der behandelten Themen umfassende Seminarunterlagen elektronisch und als Ausdrucke bereit, in denen u.a. die wichtigsten Begriffe aufgelistet und erläutert werden.

Am Nachmittag ging es mit dem neuen Antikorruptionsgesetz, dem Vergabegesetz und der Arbeitsmarktreform (sog. „Jobs Act“) weiter. Als letzter Programmpunkt wurden dann die wichtigsten Neuerungen der vorgeschlagenen Reform des Zivilverfahrens vorgestellt, bevor dann kurz vor 19.00 Uhr ein ausgesprochen produktiver Seminartag zu Ende ging. Da draußen noch die Sonne schien, legte ich schnell Laptop und Schreibblock im Zimmer ab, um bei einem langen Spaziergang über den belebten Karlsplatz bis zum Stephansdom all das Neue zu verdauen.

Am zweiten Seminartag widmeten wir uns insbesondere der Reform des Strafverfahrens, die demnächst in Kraft treten soll. Da ich neben meiner Tätigkeit als Dolmetscherin, auch als Fachübersetzerin für Recht (mit Schwerpunkt Strafrecht) tätig bin, war dieser Aspekt für mich besonders interessant. Die Dozentin erklärte uns den Ablauf eines strafrechtlichen Verfahrens in Italien, die unterschiedlichen Verfahrensarten mit den anrufbaren Instanzen und erläuterte die Ziele der lange überfälligen Reform.

Ein kurzer Abriss über die Reform des Vergaberechts setzte dann den Schlusspunkt des Seminars. Mit dem Skript im Gepäck und viel neuem Wissen in Kopf machte ich mich auf den Heimweg. Mein Fazit: eine rundum gelungene Veranstaltung in einer freundlichen, kollegialen Atmosphäre und eine kompetente und engagierte Dozentin, die genau weiß, was Übersetzer und Dolmetscher von einem Seminar erwarten.

 

 

Seminario di italiano giuridico “Dal codice dei contratti pubblici alla responsabilità dei magistrati, dalla legge anticorruzione al Jobs Act, passando per il processo civile e penale: le riforme in Italia, AIIC, Associazione Internazionale Interpreti di Conferenza – Austria, Kolpinghaus Wien-Zentral, Vienna, 1/2 aprile 2017 (9.30-18.30 – 9.30-13.30).

“A  Maria Cristina, esperta di altissimo livello, i miei vivissimi complimenti per tutta l’esposizione ‘a braccio’, con voce gradevolissima, con un’infinità di dettagli interessanti, insomma un vero seminario di alta qualità che ci aiuterà molto nel nostro lavoro di interpreti qualificati per  il settore giuridico”.

Frau Dr. Letizia B. Fuchs-Vidotto
Konferenzdolmetscherin AIIC/VKD
Fachübersetzerin ASTTI/BDÜ/SFT

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Frau Dr. Letizia B. Fuchs-Vidotto

 

 

I primi tre seminari di italiano giuridico e politico della Promotion Keynes 2016-2017 al Collège d’Europe, “Dalla Costituzione al Jobs Act, passando per il processo civile e penale”. Referendum costituzionale, legge anticorruzione, ANAC e Raffaele Cantone, Enzo Tortora e responsabilità civile dei magistrati. Bruges, 17 – 24 ottobre, 14 novembre 2016 (11.00-13.00).

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Il foglio di valutazione di uno studente

 

 

 

 

Corso intensivo di Italiano giuridico per gli interpreti dello SCIC, Servizio di Interpretazione e Conferenze della Commissione europea, Centro Albert Borschette, Bruxelles, 29 agosto – 2 settembre 2016

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Gli interpreti del corso

 

Seminario di italiano giuridico “Due anni di Governo Renzi: il linguaggio delle riforme”, AIIC Belgio, Bruxelles, 19 e 20 marzo 2016

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Un partecipante al Seminario AIIC
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Seminario AIIC

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Corso intermedio e Seminari di italiano giuridico e politico al Collège d’Europe di Bruges, Promotion Chopin, settembre 2015 – marzo 2016.

 

 

 

 

 

 

 

 

Corso intermedio al Collège d’Europe di Bruges, Promotion Voltaire, febbraio – aprile 2014.

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Uno studente del corso intermedio, Promotion Voltaire